Abb. 39: Originalquelle (chin.) und deutsche und japanische Übersetzungen

der Beschreibung der Erfindung der Tabulaegraphie

 

Chinesische Quelle nach der typographischen Transkription in Kawase, Kazuma: kokatsujiban no kenkyû. Tôkyô 1937,S.163.

慶暦中有布衣畢昇為活板。其法用膠泥刻字、薄如銭唇。毎字為一印、火焼令堅。先設一鐵
板、其上以松脂蝋和紙之灰類冐之。欲印、則以一鐵範置鐵板上、及密布字印、満鐵範為一
板、持就火煬之。藥稍鎔、則以一平板按其面、則字平如砥。若止印三二本、未為簡易。若
印數十百千本、則極為神速。常作二鐵板、一板印刷、一板巳自布字。此印者纔畢、則第
二板巳具、更互用之、瞬息可就。毎一字皆有数印。如之也等字、毎字有二十余餘印。以
備一板。内有重複者、不用則以紙帖之。毎韻為一帖。木格貯之。有奇字素無備者旋刻之。
以草火焼。瞬息可成。不以木為之者、文理有疏密、沾水則高下不平、兼與藥相
粘、不可取。不若燔土、用訖再火、令藥溶、以手拂之、其印自落、殊不沾汚。 
Deutsche Übersetzung in R. Stübe: Die Erfindung des Druckens in China und seine Verbreitung in Ostasien. In: BeitrGeschTechnik 8, 1918, S.82-93 , hier S.85f.
In der Periode King-Li (1041 bis 1049) erfand ein Mann aus dem Volke, ein Schmied, Namens Pi Schen, eine neue Art, mit Platten zu drucken, die ho-pan (d.h. 'bewegliche Platten’) hießen. (Darunter können nur Platten verstanden werden, die aus beweglichen Typen gebildet wurden, wie die weitere Beschreibung ergibt.) Er nahm eine Masse von feiner und leimartiger Erde und formte daraus regelmäßige Platten, so dünn wie die Tsien genannten Geldstücke und gravierte in sie die gebräuchlichsten Schriftzeichen. Für jedes Schriftzeichen machte er eine Marke (d.h. Type), dann ließ er diese Marken in Feuer brennen, um sie zu härten. Er stellte anfangs eine Einsenplatte auf eine Tafel und überstrich sie mit einem leicht schmelzbaren Kitt, der aus Harz, Wachs und Kalk zusammengesetzt war. Wenn er drucken wollte, nahm er einen eisernen Rahmen, dessen innere Fläche durch dünne Eisenstreifen senkrecht geteilt war (die chinesische Schrift verläuft in Kolumnen von oben nach unten, die einzelnen Kolumnen schließen sich von rechts nach links aneinander). Diesen Eisenrahmen stellte er auf die eiserne Platte, und darauf ordnete er die Typen, indem er sie eng mit gegeneinander presste. Jeder (so mit Typen) gefüllte Rahmen bildete eine Druckplatte. Er nahm diese Platte, brachte sie nahe aus Feuer, um den Kitt ("Mastix" [Harz, S.Y.]) ein wenig zergehen zu lassen. Auf diese Zusammenfügung (der Typen in Kitt) drückte er dann eine vollkommen glatte Holzplatte. Dadurch wurden die Typen, indem sie darum gehandelt hätte, zwei oder drei Exemplare desselben Werkes zu drucken, wäre dieses Verfahren weder bequem noch rasch gewesen. Aber wenn man Exemplare nach Zehnern, Hunderten oder Tausenden abziehen wollte, wurde der Druck mit wunderbarer Schnelligkeit ausgeführt. Gewöhnlich bediente man sich zweier Eisenplatten und zweier Rahmen. Während man mit der einen der beiden Platten druckte, war die andere bereits mit ihrem Text versehen. War der Druck jedes Blattes vollzog sich in einem Augenblick. Für jedes Schriftzeichen waren stets mehrere Typen hergestellt, und zwar bis 20 Typen von den häufigsten Zeichen, um die Worte wieder geben zu können, die sich auf einer Platte mehrfach wiederholten. Wenn man diese mehrfach vorhandenen Typen nicht brauchte, bewahrte man sie in Papier geschlagen auf.
Die Schriftzeichen waren nach dem Ton geordnet (die für jedes chinesische Wort feststehend ist), und alle Zeichen jedes Tones waren in besonderen Kästen geordnet. Wenn es zufällig geschah, dass ein seltenes Schriftzeichen nicht vorher hergestellt war, so schnitt man es sofort aus, ließ es sich an einem Strohfeuer härten, und man konnte sich seiner sofort bedienen. Der Grund, der den Erfinder hinderte, Holztypen zu benutzen, lag darin, dass die Substanz der Hölzer bald porös, bald hart ist; ist sie einmal mit Wasser durchsetzt, so würden die Typen ungleich werden. Vor allem würden sie, wenn sie einmal mit dem harzhaltigen Kitt verbunden sind, nicht wieder herausgelöst werden können, um zu einem neuen Satz zu dienen. Es war also weit besser, Typen aus einer Masse gebrannter Erde zu benutzen. Hatte man den Abdruck von einer Platte vollendet, so erhitzte man sie aufs neue, um das Bindemittel schmelzen zu lassen, und man kehrte die Typen zusammen, die sich von selbst loslösten, ohne den geringsten Teil von Kitt oder Schmutzt an sich zu behalten.

Japanische Übersetzung in Chin Katsu (Shen Kua)/Kaoru Umehara (Übers.): mukeihitsudan. Bd.2. Tôkyô 1979, S.183f.

慶暦年間(1041-1048)、民間人の畢昇がさらに活字による印刷をはじめた。その方法は、

膠泥を使って字を刻み、銅銭の縁のように薄くし、一字ごとに一活字として、火で堅く

焼いておく。まず鉄板一枚を置き、その上を松脂、臘、紙の灰を混ぜ合わせておおう。

印刷しようとすれば、鉄の範を鉄板の上に置き、それから(範の中に)活字を一面に敷

き詰める。鉄範いっぱいを一板とし、そのまま火であぶる。薬(松脂や灰)がとけはじ

めると、平らな板でその表面をおさえれば、各字は砥石のように平らになる。極く僅か

な印刷の場合には、簡単で便利というわけにはいかぬが、何百何千と刷るとなると、驚

くほど迅速にできる。いつも二枚の鉄板を用意しておき、一板で印刷している間に、次

の一板には字がならべられる。先の板の印刷が終わるとすぐに次の板がでてくる。かわ

るがわるこのようにしてやれば、瞬く間に刷りあげることができる。一字ごとに数個の

活字があり、「之」や「也」などのような字は、各々二十数箇あって、一板の中での重

複使用にそなえる。使わない時は、紙の付箋をつけ、韻ごとにひとまとめにして、木の

ケースに収納しておく。普段用意していない珍しい字は、必要に応じて刻字し、草(わ

ら)の火で焼くとすぐに作ることができる。木で活字を作らぬわけは、木目に疎密がある

こと、水を含むと高低が平らかにならず、また薬でねばってしまってとり出すことがで

きなくなるためである。土で焼いたものの方が、使い終わればまた暖めて薬をとかし、

手で払いのけると簡単に落ち、少しもふくらんだり汚れたりしない点ですぐれている。  

 

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